Schieflage.at

9.9.2010

Unternehmen sind vielfach mit ungünstigen Gehaltsstrukturen konfrontiert: Überbezahlten MitarbeiterInnen stehen unterbezahlte gegenüber. Solch unfaire Fehlentwicklungen sind u.a. Folge der senioritätsorientierten Gehaltspolitik der vergangenen Jahre: ältere MitarbeiterInnen verdienen wesentlich mehr als jüngere gleichwertig eingesetzte KollegInnen.

 

Die Kollektivvertragspolitik der Erhöhung der Löhne / Gehälter um den gleichen Prozentsatz prolongiert diese Situation: Die Schere zwischen der Unter- und Überzahlung von MitarbeiterInnen öffnet sich immer weiter. Dieser Effekt konterkariert das Anliegen einer fairen unternehmerischen Gehaltspolitik mit dem Ziel: Die Entlohnung soll die Konkurrenzfähigkeit am Arbeitsmarkt sicherstellen, gleichzeitig soll sie aber auch Kompetenz und Leistungsbereitschaft der MitarbeiterInnen honorieren.

Gleichzeitig steht diese Kollektivvertragspolitik aber auch im Gegensatz zu aktuellen gesellschaftspolitischen Anliegen:

  • - Überhöhte Bezahlungen älterer ArbeitnehmerInnen gefährden deren Arbeitsplatzsicherheit. Die zur Sicherung der Pensionen wichtige Zielsetzung, Menschen länger im Arbeitsprozess zu halten, wird verfehlt

 

  • - Der Generationenvertrag ist gefährdet: Wird die jüngere Generation nicht adäquat an der Wertschöpfung beteiligt, dann sinkt ihre Bereitschaft zur Finanzierung des Generationenvertrags.

 

  • - Ungleichheiten im Einkommen zwischen Männern und Frauen sollen ausgeräumt werden.

 

Vorstehend gelistete Argumente lassen einen Konsens zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-vertretungen für eine treffsichere Gehaltspolitik vermuten.

Detaillierte Informationen zur betrieblichen Umsetzung einer differnzierten KV-Lohnpolitik finden Sie unter diesem Link.

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